Hautkrebs

Hautkrebs ist die häufigste aller Krebserkrankungen überhaupt. In Österreich wird jährlich bei ca. 25.000 Personen die Diagnose Hautkrebs gestellt, die Tendenz ist leider steigend.

Grundsätzlich unterscheidet man bei bösartigen Tumoren, die von den Haut-Zellen ausgehen, zwischen dem „weißen“ und dem „schwarzen“ Hautkrebs. Das Risiko, an Hautkrebs zu erkranken, hängt individuellen Hauttyp und von der UV-Strahlenexposition ab. Ein dunkler Hauttyp ist günstiger als eine geringe UV-Belastung. Dies erklärt, warum weltweit die Hautkrebsinzidenz in Neuseeland und Australien am höchsten ist. In afrikanischen Ländern ist das Risiko einer Neuerkrankung hingegen eher gering.

Die gute Nachricht: Hautkrebs ist heilbar! Voraussetzung ist jedoch dafür, dass man ihn früh genug erkennt und rasch behandelt. Deshalb ist es wichtig, Ihre Haut regelmäßig und langfristig überwachen zu lassen. In unserer Ordination nutzen wir dafür neben der klassischen Auflicht-Mikroskopie ein Ganz-Körper-Fotografie-System mit der neuesten künstlichen Intelligenz für die Früherkennung des Melanoms.


Melanom

Der schwarze Hautkrebs, das sogenannte Melanom, ist ein besonders aggressiver Hauttumor der zu 90% von pigmentierten Zellen der Haut ausgeht. Aus diesem Grund ist dieser meist braun oder schwarz und unterscheidet sich optisch daher oft deutlich von anderen Hautkrebsformen. Das Melanom ist insbesondere deswegen sehr gefährlich, da sich die Krebszellen rasch über das Lymphgefäßsystem oder die Blutbahn im Körper ausbreiten und sich Absiedelungen, sogenannte Metastasen bilden können.

Als wichtigste Risikofaktoren gelten

  • viele Pigmentflecken,
  • ein heller Hauttyp und
  • die Belastung der Haut mit UV-Strahlung von Sonne und Solarien.
  • Auch Erkrankungen bei nahen Verwandten spielen eine Rolle für das individuelle Melanomrisiko.

Die wichtigste Therapie beim malignen Melanom ist die Operation. Dabei wird der Tumor möglichst vollständig entfernt, manchmal auch nahegelegene Lymphknoten. Eine Strahlentherapie erhalten nur Betroffene, bei denen eine Operation nicht möglich oder sinnvoll ist. Um den Heilungserfolg zu verbessern, kann eine ergänzende medikamentöse Behandlung sinnvoll sein. Man bezeichnet sie als adjuvante Therapie. Das kann eine Immuntherapie oder eine zielgerichtete Therapie sein. Patienten mit Metastasen oder Tumoren, die nicht operiert werden können, werden je nach Tumoreigenschaften behandelt. Sie erhalten eine Immuntherapie oder eine Behandlung mit zielgerichteten Wirkstoffen, selten auch eine Chemotherapie.

Weißer Hautkrebs: Basaliom & Plattenepithelcarcinom

Zum weißen Hautkrebs zählt man die vergleichsweise häufigen Basalzellkarzinome, auch Basaliome genannt. Sie gehen von der Basalzellschicht der Haut aus. Ebenfalls häufig treten Plattenepithelkarzinome auf, weitere Bezeichnungen dafür sind Spinaliom oder Spindelzellkarzinom. Eine Frühform des Plattenepithelcarcinoms ist die sogenannte Aktinische Keratose, die sich als scharf begrenzte, gerötete und schuppige Stellen an der Haut findet. Deswegen werden diese oft als nicht-heilende Krusten oder trockene Haut verkannt. Weißer Hautkrebs metastasiert sehr selten und hat in der Regel eine gute Prognose bei adäquater Früherkennung und Behandlung. Frühformen können teilweise auch nicht-invasiv, also ohne Operation behandelt werden.

Typische Lokalisationen sind Areale, die jahrelang durch UV-Licht geschädigt worden. Sie finden sich deshalb meist im Gesicht, Stirn und unbehaarter Kopfhaut, Ohren und Armen.


Vorsorge

Eine gesunde Lebensweise ist die beste Möglichkeit, Krebs und auch anderen Krankheiten vorzubeugen. Besonders wichtig sind dabei Nichtrauchen, regelmäßige körperliche Bewegung, ausgewogene Ernährung, wenig Alkohol und der vorsichtige Umgang mit der UV-Strahlung und konsequentem Sonnenschutz. Etwa die Hälfte aller Krebserkrankungen, so schätzen Experten, ließe sich vermeiden, wenn die Menschen gesünder leben würden. Dennoch kann auch eine gesunde Lebensweise nicht garantieren, dass Sie nicht irgendwann einmal ernsthaft krank werden, etwa an Krebs erkranken. Je früher eine Krebskrankheit dann entdeckt und behandelt wird, desto größer sind die Heilungschancen.


Früherkennung

Da Hautkrebsvorstufen und der Hautkrebs selbst ohne technische Hilfsmittel sicht- und fühlbar sind, können Sie sie frühzeitig und einfach erkennen. Betrachten Sie daher Ihre Haut – besonders die der UV-Strahlung ausgesetzten Bereiche – regelmäßig und achten Sie auf Veränderungen. Damit Sie nichts übersehen, ist es natürlich wichtig, dass Sie sich dafür ganz ausziehen. Sollte Ihnen irgendetwas verdächtig vorkommen oder zweifeln Sie daran, ob ein Muttermal gutartig ist, fragen Sie einen Arzt Ihres Vertrauens. Am besten sofort.


In unserer Ordination bieten wir Hautkrebsvorsorge auf medizinisch aktuellsten und höchsten Niveau. 2019 haben mehrere Studien bewiesen, dass moderne Computer-Algorithmen mit künstlicher Intelligenz in der Erkennung des schwarzen Hautkrebses präzisere Ergebnisse liefern können als Dermatologen alleine.

Ganzkörper-Screening in unserer Ordination

Für den Muttermal-Check haben wir uns daher entschieden, das innovativste System am Markt – den Fotofinder ATBM master – anzuschaffen. Dazu wird Ihre Hautoberfläche mittels extrem hochauflösenden Fotoaufnahmen rundum „abgescannt“, dokumentiert, analysiert und bewertet. Im Rahmen der jährlichen Kontrolluntersuchung, erkennt das System Veränderungen von bestehenden oder die Entstehung neuer Muttermale automatisch. Fragen wie „Wie lange haben Sie dieses Muttermal denn schon?“ erübrigen sich somit. Auffällige Muttermale werden gezielt als Nahaufnahme auflichtmikroskopisch aufgenommen. Im Anschluss an die Aufnahmen werden wir Ihre Muttermale in einem gemeinsamen Gespräch durchgehen und leiten gegebenfalls notwendige Maßnahmen ein.

Nach oben scrollen